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Neues Jahr

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Ein Bewegtes Jahr 2017 ist vorüber, und 12018 beginnt. Wie so oft mit Lammungen. Wir sind da vielleicht etwas früh dran, und das hat mit den Grund, dass wir dann ab Februar/März schon melken können. Auch deswegen wohl, gelten die Krainer Steinschafe als Milchschafe.

Bis jetzt haben wir der kleinen Racker 13 an der Zahl.

Winter

Lange ist der letzte Beitrag her. Lange habe ich nicht daran gedacht zu posten. Aber mein Vater hat mich freundlicherweise daran erinnert.

Der Herbst ist allerdings schon vorbei und der Winter beginnt gerade offiziell. Die Tage werden länger, aber bis sie wärmer werden kann es wohl noch dauern.  Einstweilen habe ich im Radio einen Beitrag über den “Mythos weiße Weihnachten” gehört. Wir hatten im November kurz (ca. 1 Tag) Schnee, aber das ist Schnee von gestern. Im Gegensatz zu letztem Jahr wäre es jetzt kalt genug für Schnee, aber es fällt keiner.

Immerhin haben wir heute zum Mittwinter Reif auf den Bäumen. Man sieht die Mikroklimata, wenn oben am Hügel der Reif ist, und drüben an der Straße der Reif ist, aber dazwischen, am Hang und im Graben, wo sich der Nebel scheinbar nicht verfangen hat, haben wir das normale Winterbraun. Da ist Nachbars Fichten-Kultur ein angenehmer Grünblick, in dieser Grau-Braunen Winterlandschaft.

Aber schimpfen will ich gar nicht. Wir werden immer wieder mit Sternenklaren Nächten beschenkt, die jetzt im Mittwinter schon ab fünf Uhr Abends bestaunt werden können.

 

Sommer

Der Sommer bedeutet bei einem Grünlandbetrieb: Heuarbeit.

Heuarbeit bedeutet: Fieberhaftes Deuten der Himmelszeichen. Wann wird es stabil trocken und he iß genug sein, dass das Heu vom Schnitt bis zum Einbringen nicht angeregnet wird?

Das heißt aber auch, sich viele Tage bereit zu halten, um dann, wenn die Wetterzeichen passen zu Arbeiten, in unserem Fall auch mal bis nach neun Uhr Abends. Wenn zum Beispiel noch Heu liegt, und ein Regenwetter über den Horizont linst, gibt es kein “den Rest machen wir Morgen”. Denn nach dem Regen ist es kein Rest mehr.

Entweder das angeregnete Heu ist kaputt und kann nur noch als Mulch geerntet werden, oder es muss erneut gewendet, getrocknet und geschwadet werden. Es müssen noch einmal alle Arbeitsschritte bis auf die Mahd selbst getan werden.

Sommer heißt aber auch nachts, wenn die Gelsen endlich Ruhe geben, draußen sitzen und dem Mond beim Leuchten Gesellschaft leisten.

Heu Juni 2016 (17)

Frühling bei den Hühnern

Neues aus dem Hühnerstall. (Die Fotos sind aufgrund der Lichtverhältnisse leider nicht perfekt, aber das wesentliche: Die Kücken! sieht man)

Kücken Mai 2016-2

Kücken Mai 2016-1Die Hühner haben sich von selbst entschieden brüten zu wollen. Wir versuchen dann, ihnen noch ein paar Eier unterzuschieben (markiert), und dann auch zu verhindern, dass jeden Tag neue dazu gelegt werden. Kein einfaches Unterfangen, es geht zu wie im Flohzirkus.

Und am Weg hinaus ist mir die Katze begegnet…

 

Katze Mai 2016

Frühling

An diesem schönen verlängerten Frühlingswochenende genießen wir die Früchte der vergangenen Woche:

Unsere Schafe wurden gekört. Im Zuge dessen war eine erfahrene Schafhalterin bei uns am Hof. Sie hat uns dann auch Tipps zur Weidehaltung und Heugewinnung gegeben. Auch die Baufirma, die den Kanalanschluss gelegt hat war da, sie hat über die Streifen, die vom Bagger umgegraben worden sind, Gras gesäht.

Die Konsequenz war, dass wir die Hühner nicht auf die Grassaatflächen lassen wollten: Also haben wir den Hühnerzaun gecheckt und den Hühnern die Flugfedern etwas gestutzt (nicht besonders nett, aber wirksam). So waren diese Ausnahmsweise im für sie vorgesehenen Bereich, und konnten die Grassamen nicht fressen.

Für die Schafe haben wir mit dem Elektrozaun eine Weide angelegt, die insgesamt vier Teile hat, so dass wir sie wöchentlich wechseln können, und die einzelnen Flächen genug Zeit haben sich zu erholen.

Da bleibt uns nur, die Sonne zu genießen und Kraft zu tanken, für die nächsten Aufgaben, die da harren.

 

 

Schafe melken – Teil 1

Wir haben uns entschieden, ab diesem Jahr richtig und systematisch Schafe zu melken. Wir haben es uns zeigen lassen, und überlegt, wie wir das Lämmermanagement am besten hin bekommen.

Wahrscheinlich haben wir dabei immer noch den ein oder anderen Fehler gemacht. Die Fehlertoleranz wird allerdings dadurch erhöht, dass wir die Lämmer nicht endgültig von ihren Müttern getrennt haben, sondern nur jeweils über Nacht, sodass nach dem Melken die Zitzen durch das Nuckeln der Lämmer gereinigt werden und die größte Gefahr einer bakteriellen Euterentzündung gebannt ist.

Außerdem darf ein Melkstand nicht fehlen. Den haben wir aus dem ersten selbst geernteten Bastel- und Bauholz gefertigt. Wir danken unseren Nachbar/innen für ihr Know-How und ihre Zeit.

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Weiter geht die Melk-Erfahrung mit Käserei und einem Erfahrungsbericht von unseren Gästen, beim Versuch gemeinsam Feta herzustellen.

Namen für Schafe

Als wir frisch gefangen anfingen mit der Tierhaltung, gaben wir sofort allen Tieren Namen. Wir dachten uns nicht viel dabei, spürten aber schon ein etwas seltsames Gefühl, als Pünktchen, Händehoch, Zora, Mara, Geist, Asterix und Lori zum Schlachter gingen. Und Ronald, unser ältester und erster, war auch nicht ohne.

Ein Name stellt Nähe her. Man befasst sich mit dem Tier, und damit der Name etwas bringt, muss man das Tier auch erkennen. Man schaut es genauer an, prägt sich seine markanten Eigenschaften ein, verbringt mehr Zeit damit, und sieht es ganz allgemein als ein individuelles Lebewesen.
Es dann zu töten beziehungsweise töten zu lassen ist natürlich etwas anderes als bei einer anonymen (Ohrmarken-)Nummer. Deswegen haben wir von etwas erfahreneren Selbstversorger(innen) den Tipp bekommen, nur die Tiere zu benamsen, die am Hof bleiben, also die Muttertiere und den Zuchtwidder. Wir haben den Tipp hin und her gewälzt, und uns dann dagegen entschieden.

Jedes Lamm hat einen Namen. Ganz im Gegenteil, wir haben sogar eher eine Bremse eingezogen, bei der Anzahl an Schafen, damit wir weiterhin eine Chance haben, sie alle zu kennen. Das schränkt ein, und macht das Schlachten nicht einfacher, aber irgendwie erscheint es uns richtig. Es ist Teil des Zusammenlebens von Mensch und Schaf, auf unserem Hof, es hindert uns daran, die Tiere als “Rohstoff” für die “Ware Fleisch” zu sehen, sondern sie als individuelle Tiere wahrzunehmen. Es ist auch eine Erinnerung an uns selbst.

Bei den Hühnern halten wir es übrigens anders. Das hat vor allem (un)praktische Gründe. Hühnergenerationen gehen noch schneller und zahlreicher vonstatten als Schafsgenerationen. Bei Kücken kann man kaum Weibchen von Männchen unterscheiden (und wir wollen den Glucken auch gar nicht so nahe rücken), dass wir keine Chance haben, sie individuell zu erfassen. Die Hühner dürfen (derzeit notgedrungen) halbwild auf dem Hof herumstravanzen und wenn ihre Zeit gekommen ist, verlassen wir uns einfach drauf, dass sie’s bei uns gut gehabt haben werden.

Lammungen gehen los

Eine Woche lang haben wir darauf gewartet, dass das Lammeln losgeht, heute Nacht war es dann so weit. Beim ersten Stallbesuch heute morgen war der erste Nachwuchs 2016 in unserem Stall da.

Im Gespräch mit Leuten, die Erfahrung mit größeren und kommerziellen Schafshaltungen haben (Stichwort Neuseeland) wurde uns klar, wie robust unsere Tiere eigentlich sind. Wo anderswo die Lammungszeit ständige Bereitschaft bedeutet, weil Geburtshilfe geleistet werden muss, und den Lämmern zur Parasitenprophylaxe der Schwanz verödet wird (also de facto abgezwickt), ebenso wie das hintenrum geschoren wird, können wir uns hier im Prinzip zurücklehnen und darauf vertrauen, dass unsere Schafe mehr oder weniger wissen was sie tun. Ein Luxus, den ich auf die Qualität der “alten Haustierrasse” zurückführe, wo Robustheit ein Zuchtziel war.

Die neue Lammungsperiode markiert einen Punkt im landwirtschaftlichen Jahr und sie bedeutet abgesehen vom Wunder des neuen Lebens (das es immer noch jedesmal ist) auch wirtschaftlich viel: In ca. 3 Wochen werden wir beginnen können, zu melken, (zumindest manche) der Muttertiere werden uns mit Milch versorgen, aus der wir Käse machen können, und das in einer Zeit, wo sonst nicht besonders viel Abwechslung auf dem regional-saisonalen Speiseplan stünde. Außerdem, und auch das gehört auf einem Bauernhof dazu, sind diese Lämmer einerseits Ersatz für Altschafe, die irgendwann einmal außer Dienst gestellt werden, und zum anderen Teil sind sie das Essen, das wir genießen und verkaufen können.

Alles das steckt in der Geburt eines kleinen Lammes.

Brigittes erstes Lamm

Zweiter Post – Fahrt aufnehmen

Im Rahmen von Rückblenden werde ich vielleicht noch die bewegte Geschichte unseres Hofes in den letzten Jahren beleuchten. Für jetzt, will ich in der Gegenwart und der jüngeren Vergangenheit bleiben.

Es ist Herbst, der 18. Oktober um genau zu sein. Die Medienfunktion der Homepage funktionieren nun, jetzt gilt es, sie mit Inhalt zu befüllen. Im November lassen wir von einem selbständigen Bauern-Metzger (Er ist gelernter Schlachter, und hat außerdem einen Bauernhof) unsere Schafe schlachten. Dort hängen sie eine knappe Woche ab, bevor wir sie grobzerteilen (Hals, Schulter, Rücken, Schlögel, Stelze, Bauch), vakuumieren und ausliefern.

Wir werden diesmal bis zu 18 Lämmer haben, was zum einen auf unseren bereits höheren Bestand an Muttertieren zurückzuführen ist, zum anderen darauf, dass wir diesen nun weniger stark erhöhen wollen. Ein paar Lämmer wollen wir immer zur Verjüngung der Herde zurückbehalten, aber wenn wir sie nicht aufstocken wollen, sind das natürlich weniger als andernfalls.

Damit wir beim Ausliefern des Fleisches gleich auch ein bisschen Werbung für unsere Homepage machen können, versuche ich der Homepage ein bisschen ein Gesicht zu geben.

Ich freue mich, wenn Sie regelmäßig vorbei schauen!

Liebe Grüße

Der Kogler